Burgen
in Bayern

Burgruine Rammelsberg Schönberg-Rammelsberg

Historische Fakten sind kaum bekannt. Im 15. Jhdt. hielten die Puchberger und Wenger, im 16. Jhdt., die Pfaler und Tengler von Ried die Burg. Von letzeren ging die Burg in der 1. Hälfte des 18. Jhdts. durch Heirat an die Drexel, dann an die Vequel. 1830 mit dem Brand der Burg wurde der Besitz zerschlagen, die Burg bleib fortan in Verfall.

Koordinaten: 13.000000, 48.000000

Baugeschichte

Über die Baugeschichte der sagenumwobenen Burg ist nichts bekannt. Auch ihre Gründung steckt im Dunkel fehlender fachkundiger Erforschung. Einzige gut datierbare Baudetails sind Schlüsselscharten in einem Halbrundturm der Südseite, die auf einen Bauzeit ins ausgehenden 15. Jhdt. bzw. um 1500 verweisen. Auch das fünfeckige Gebäude an der Nordseite mit seiner zugespitzten Front könnte als Streichwehr dieser Zeitstellung zugewiesen werden, desgleichen das Bruchsteinmauerwerk der erhaltenen Burgreste.
Michael Wening, der das Schloß Ramelsperg 1728 abbildete, beschrieb es sehr altes, weitläufiges, zweigeschossiges Gebäude mit kleinem Vorhof und Garten.
Die neugotische Kapelle erfuhr eine Profanierung und wird nun als Wohnhaus genutzt.
Neben der Burgruine befindet sich eine sehenswerte Bärwurzerei mit Parkplatz.

Baubestand

Die Burgreste liegen auf der weiten Gipfelfläche eines Hügels, der nach Süden zum Flüsschen Ohr steil abfällt. Das Plateau wird von einer Ringmauer umsäumt, die nach Norden nur 0,8 m, nach Süden dagegen 1,2 m Mauerstärke aufweist, obwohl der Steilabfall nach Süden erfolgt. Von der Südseite springt ein halbrunder Flankierungsturm vor. Er zeigt zwei Geschosse, wobei das untere niedrig und flach gedeckt sowie mit Schlüsselscharten bewehrt ist, während das Obergeschoss sehr hoch ausfiel, ein Kreuzgratgewölbe und ein spitzbogiges Trichterfenster besaß. Es soll zeitweilig als Burgkapelle gedient haben. Der Turm schließt mit einem Schindeldach und einem Dachreiter mit Pyramide ab.
Die Nordseite wird durch eine weit vorspringende Streichwehr mit zugespitzter Frontseite gesichert, das gleichfalls im Erdgeschoss überwölbt war. Sein Innenabschluss fehlt heute.
Direkt westlich daneben steckt im Boden ein kleiner längsrechteckiger Gewölbekeller.
Auf dem höchsten Punkt der Gipfelfläche erhebt sich heute die neugotische Kapelle Sankt-Anna, Michael Wening zeigt das Burgschloss 1726 auf einem nur leicht bewaldeten Hügel von Süden als langgezogenen, zweigeteilten Baukörper, von dessen Südseite zwei Rundtürme vorspringen, wobei der östliche Turm am höheren Ostbau einen Eckturm zu bilden scheint. Nach Norden sind weitere Baulichkeiten angedeutet.

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