Burgen
in Bayern

Burg Pottenstein Pottenstein

1060/70 errichtete Pfalzgraf Botho von Kärnten die Burg ("Stein des Botho") als Zentrum jener Ländereien, die er durch die Heirat der Judith, Erbtochter des letzten Markgrafen von Schweinfurt, erhalten hatte. Vor 1102 ging die Burg an das Bistum Bamberg. 1160 wird die Burg Pottenstein als castrum de antiquo beschrieben, d.h. als eine Burg, die schon lange im Besitz des Bistums Bamberg ist. Bis 1323/27 / 1348, als die Burg bambergischer Amtssitz wurde, saßen auf P. bambergische Ministeriale. Während des 2. Markgrafenkrieges eroberten markgräfliche Truppen 1553 die Burg nach Beschuss. Nach der Verlegung des Amtssitzes in die Stadt (1750) wurde P. als Schütthaus genutzt. 1878 erwarb der Nürnberger Apotheker Kleemann die Burg und rettete sie vor dem Verfall. Seit 1918 ist die Burg Privateigentum der Freiherrn von Wintzingerode und beherbergt heute ein kleines Museum. Seit 2007 erfolgen Instandsetzungsarbeiten.

Text: Joachim Zeune

Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 11.409044, 49.770158

Baugeschichte

Teile des Palas-Untergeschosses stammen noch aus der Zeit um 1070. Anfang 13. Jhdt. wurde die Burg erstmals erweitert (Bergfried, Palas) und vor 1323 an die neue Stadtbefestigung angebunden. 1376 sind Baumaßnahmen unter Amtmann Eglof von Egloffstein überliefert, die sich auch auf den Palas erstreckten (Wappen des Bischofs Lamprecht von Brunn). 1497/98 kam es zu einer erneuten Überformung des Palas, eine 1509 datierte Wappentafel zeigt weitere Bautätigkeiten an. In der 1. H. 16. Jhdt. erfolgte ein Neubau der Vorburg samt neuem Zugang. Nach der Zerstörung von 1553 wurden 1573 das Palasdach, 1580/81 das Schütthaus erneuert. Dem Bau des Vogteihauses 1679 folgten 1712-22 Instandsetzungsmaßnahmen, dann aber 1782 (Backstube) und 1816 (Bergfried) Abbruchtätigkeiten, ab 1878 Instandsetzungen. 1895 wurde das Vogteihaus errichtet.

Text: Joachim Zeune

Baubestand

Die spektakulär auf einem rundum fast senkrecht abfallenden Dolomitkegel gelegene Burg hat umfassende Reste ihres Baubestandes bewahren können. Nach Osten ist dem Fels jenseits des verfüllten Halsgrabens die Vorburg mit Brunnen und Vogteihaus vorgelagert. Eine intakte gedeckte Treppenstiege führt in die hochgelegene Hauptburg, die neben den Fundamenten ihrer Ringmauer noch den Sockel des quadratischen Bergfrieds, den viergeschossigen Palas mit steilem Satteldach, das Zeughaus und ein Zisternenhäuschen umfasst.

Text: Joachim Zeune

Touristen Information

Die in Privatbesitz befindliche Burg kann teilweise besichtigt werden. Das private Museum zeigt neben vor- und frühgeschichtlichen Objekten, einer volkskundlichen Sammlung, verschiedenen historischen Ausstellungen und einer Waffensammlung auch drei eingerichtete Schauräume. Das „Elisabethzimmer“ im ehemaligen Wohnturm erinnert an die heilige Elisabeth von Thüringen, die 1228 zu Besuch auf der Burg war. Regulär geöffnet ist das Museum von Mai bis Oktober täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet zwischen 2,20 € und 4,50 €. Es werden auch Führungen durch den Burgherrn sowie spezielle Events angeboten.
Informationen zu den genauen Öffnungszeiten, Preisen und Führungen entnehmen Sie bitte der Homepage . Seit 2008 ist im Schloss eine Ferienwohnung eingerichtet, die unter dem Motto „Wohnen wie die Burgherrn“ vermietet wird. Informationen, Preise und Fotos finden Sie ebenfalls auf der Homepage.
Parkmöglichkeiten bestehen kostenlos an der Burg.

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