Geschichte
Neuesten Forschungserkenntnissen zufolge ist die Burg Hopfen identisch mit jener "festen und wehrhaften Burg nahe Füssen in den Alpen", auf die 1077 der Augsburger Bischof Wigolt während des Investiturstreits vor seinem königlichen Kontrahenten floh. Daraufhin wurde die Burg belagert und erobert. Namentlich fassbar wird die Burg indirekt 1146 mit Swigger de Hopfen, der den Welfen dienstverpflichtet war. Bald nach 1191 kam die Burg in Besitz des Hochstiftes Augsburg, das hier bis 1322 das Propstamt Füssen unterhielt. Danach setzte schleichend der bauliche Niedergang ein, beschleunigt durch eine Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. 1701/02 brach man die Burgruine ab und nutzte das Baumaterial zum Umbau des Klosters St. Mang in Füssen. Von 1998 bis 2008 wurden die Mauerfundamente freigelegt, saniert und erschlossen.